Zwei großartige neue Aufgaben für Reto Bieri
Für die Spielzeiten 2026-2027 und 2027-2028 wird Reto Bieri »Artist in Residence« des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim.
In der kommenden Spielzeit 2026-2027 übernimmt er die künstlerische Leitung der Abonnement-Konzerte des Orchesters. Hier zeigt Reto Bieri sein besonderes künstlerisches Gefühl für ungewöhnliche Programme und interdisziplinäre Denkansätze. »Mich interessiert Musik nicht als abgeschlossenes System, sondern als offener Raum«, sagt Bieri. »Der Mensch steht dabei an erster Stelle. Ich möchte, dass Zuhörer mit unseren Konzertprogrammen in eine Welt gelangen, die mit unserem Leben zu tun hat.«
Die Spielzeit löst sich von klassischen Reihenstrukturen und setzt auf thematische Schwerpunkte: In »Sous Le Ciel« etwa verbinden sich Gesang, Klavier und Akkordeon mit dem Philharmonia Chor Stuttgart zu einem farbenreichen Klangraum unter der Leitung von Reto Bieri. »Als wir noch Bäume waren« setzt mit zwei Violoncelli, Klarinette und der Chorakademie Pforzheim auf eine ungewöhnliche Besetzung zwischen archaischer Klanglichkeit und moderner Chorästhetik. In »Hinter den Blitzen Blau« treffen Sopran, Streichquartett und Klarinette aufeinander und entfalten mit Ruby Hughes und dem Streichquartett Quatuor Ardeo ein Programm zwischen lyrischer Intensität und expressiver Klangforschung.
Ein Überblick über alle Abonnementkonzerte gibt es hier.
In seinem Heimatland der Schweiz wartet auf Reto Bieri ein weitere neue Aufgabe, die seine künstlerische Kreativität zum Ausdruck bringt. Für dieses und für nächstes Jahr übernimmt Reto Bieri die künstlerische Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte.
Als vielschichtiger Künstler entzieht er sich konsequent dem Erwartbaren – so auch bei den Ittinger Pfingstkonzerten.
Reto Bieri hat sich intensiv mit der Kartause Ittingen, dem Festivalort, auseinandergesetzt, und ein massgeschneidertes Programm komponiert – mit einem für eine Jubiläumsausgabe ungewöhnlichen, aus der Tiefe des Ortes und seiner Geschichte inspirierten Thema: »auf-hören«. Klangwelten von der Gregorianik bis zur zeitgenössischen Musik erforschen die verschiedenen Aspekte dieses vielschichtigen Begriffs.
Das komplette Programm ist hier zu sehen.